_Test – Now official: UZB is an ITI Scholarship Center

This article requires registration.
To participate please login.

Extensionen bei Implantatsuprastrukturen

23 November 2020

 Wolfgang-M. Boer

Prof. Dr. Katrin Bekes

 Wolfgang-M. Boer

Prof. Dr. Katrin Bekes

 Wolfgang-M. Boer

Prof. Dr. Katrin Bekes

 Wolfgang-M. Boer

Prof. Dr. Katrin Bekes


Ende des letzten Jahrhunderts wurde mit dem Zahn-für-Zahn-Konzept versucht

Ende des letzten Jahrhunderts wurde mit dem Zahn-für-Zahn-Konzept versucht, jeden verlorenen Zahn mit einem Implantat zu ersetzen.[fn]2. Georgiou AC, Crielaard W, Armenis I, de Vries R, van der Waal SV. Apical periodontitis is associated with elevated concentrations of inflammatory mediators in peripheral blood: A systematic review and meta-analysis. J Endod. 2019;45(11):1279-95 e3.[/fn] Bereits nach wenigen Jahren hat sich aber gezeigt, dass diese Fälle mit einer damit verbundenen hohen Implantatanzahl sehr anfällig für biologische Komplikationen sind.

Daher stellt sich im Rahmen der prothetischen Planung die Frage nach der optimalen Anzahl und Positionierung der Implantate. Die klassische Brücken- oder Stegversorgung wird mit jeweils einem endständigen Implantat geplant, zwischen dem ein oder mehrere Glieder positioniert werden. Es zeigen sich aber auch anatomische Einschränkungen, sodass es erforderlich ist, mit Extensionen zu arbeiten, um weitere Bereiche der Kaufläche zu ersetzen.

Extensionen können in verschiedenen Bereichen angewendet werden, um gefährdete Nachbarstrukturen zu schonen, den Aufwand von Kieferkammrekonstruktionen zu reduzieren oder um zu dichte Implantatpositionen zu vermeiden.3

CRA is performed to determine an individual patient’s risk level, which informs interventions.

Biomechanik

Sofern bei einer Schaltlücke nur mit hohem chirurgischem Aufwand ein Implantat gesetzt werden kann, stellt sich die Frage der Verbindung des Implantats mit einem natürlichen Zahn als Brückenanker. Die Anwendung der Verbundbrücke wurde in einer aktuellen Leitlinie aufgearbeitet und zeigt einen ähnlichen Indikationsbereich wie die Versorgung von Implantaten mit Extensionen (Tab. 1).4 Die Anwendung der Verbundbrücke wird im Wesentlichen für Endpfeilerbrücken empfohlen und orientiert sich an der Prognose und Behandlungsbedürftigkeit des prospektiven Pfeilerzahns.

Die Weiterentwicklungen auf dem Gebiet der Implantatoberflächen zeigen bei den aktuell angebotenen Implantatsystemen eine besser ausgeprägte Osseointegration als zu den Anfängen der modernen Implantologie. Somit sind die althergebrachten Forderungen, auf Extensionen zu verzichten, heute nicht mehr haltbar.1 Für ein stabiles Knochenniveau ist neben einer ausgeprägten Osseointegration auch eine stabile Implantataufbauverankerung notwendig. Diese wird in der Regel durch eine innenliegende Rotationssicherung mit einer kraftaufnehmenden Passfläche erreicht. Bei exzentrischen Belastungen erfolgt die Kraftübertragung dann direkt vom Aufbau in das Implantat und die Halteschraube wird keiner Zugbelastung ausgesetzt. Die Halteschrauben sollten einen konischen Sitz am Kopf aufweisen, sodass es beim drehmomentkontrollierten Anziehen zu einer Klemmwirkung kommt. Ferner sind die Patienten darauf hinzuweisen, dass bei einer Lockerung der Suprakonstruktion eine unverzügliche Wiedervorstellung notwendig wird, um schwerwiegende Komplikationen, wie einen Bruch der Halteschraube oder des Aufbaus, zu vermeiden. Sofern ein Bauteil in der Anschlussgeometrie versagt, kann dies zu einem aufwendigen Entfernen oder zu einer irreparablen Schädigung des Implantats führen.3 Implatate, die mit einer stabilen Implantataufbauverbindung ohne Mikrobewegungen versorgt sind, zeigen im Vergleich zu Versorgungen ohne Extensionen keinen Unterschied bei den Knochenabbauwerten.8

Bei der Verblockung von mehreren Implantaten ist zu unterscheiden, ob es sich um eine kleinspannige Brücke im teilbezahnten Kiefer oder um eine zirkuläre Brücke im zahnlosen Kiefer handelt. Bei Brückenversorgungen gelten die gleichen Anforderungen an die Implantataufbauverbindung und die Gestaltung der Aufbauten wie bei zementierten Einzelkronen. Für die Fixierung von zirkulären verschraubten Brücken sind besondere Anforderungen an die Aufbauten zu stellen. Die Brücken- oder Stegaufbauten benötigen eine stabile und möglichst breite und plane Auflagefläche, damit die Suprakonstruktion passgenau aufliegen kann. Diese Aufbauten weisen in der Regel einen Konus auf, der für die Aufnahme des Gewindes der Halteschraube konzipiert ist. Für die Anfertigung der Suprakonstruktion sollten Normteile zur Verfügung stehen, die den Konus für die Aufnahme von Lateralkräften nutzen, damit die Halteschrauben keine Zugbelastungen erfahren. Da es bei der Fixierung der Aufbauteile, besonders bei Implantaten mit einem konischen Anteil in der Implantataufbauverbindung, zu vertikalen Differenzen beim Auswechseln der Sekundärteile kommen kann, sollten die Aufbauteile einmalig eingebracht und dann nicht mehr gelöst werden. Dies erfordert zusätzliche Komponenten für eine sogenannte Abdrucknahme auf Gingivaniveau. Damit die Suprastruktur auf einem Niveau erstellt wird, sollte die Höhe der Aufbauteile bei unterschiedlich tief inserierten Implantaten so gewählt werden, dass die Kontaktflächen auf nahezu einer Ebene liegen, um Hypomochlion-Effekte auszuschließen. Da solche zirkulären Brücken heute immer häufiger im CAD/CAM-Verfahren hergestellt werden, ist es auch notwendig, dass die Hersteller die Datensätze für die CAD-Bibliotheken zur Konstruktion der Gerüste anbieten oder Fräszentren zur Verfügung stehen, die die Gerüste aus einem Rohling fräsen.

Zahnbegrenzte Lücken

Bei der Positionierung von Implantaten ist neben dem Knochenangebot in orovestibulärer Richtung auch das Platzangebot in mesiodistaler Richtung zu beachten.19 Für den Ersatz eines Unterkieferfrontzahns ist das Platzangebot zwischen den Zähnen oft eingeschränkt, wofür durchmesserreduzierte Implantate angeboten werden. Die Planungsregeln der Konsensuskonferenz empfehlen daher im Unterkieferfrontzahnbereich den Ersatz mit jeweils einem Implantat für zwei fehlende Zähne.3 Dadurch ergibt sich die Notwendigkeit, ein Implantat mit einer Doppelkrone bei einer mittigen Positionierung oder mit einer Krone und Extension zu versorgen. Da der Gingivalverlauf am Implantat im Unterkiefer in der Regel auch beim Lachen oder einer weiten Mundöffnung durch die Unterlippe abgedeckt ist, gibt es hier keine besonderen Anforderungen an die ästhetische Gestaltung für die Ausformung des periimplantären Weichgewebes.

In der Oberkieferfront kann sich bei Extensionskronen die Gestaltung des periimplantären Weichgewebes schwierig gestalten, da zum einen für die stabile Konstruktion des Verbinders eine große Kontaktfläche notwendig wird und zum anderen, das Emergenzprofil zahnanalog gestaltet sein sollte, um die Ausformung einer Papille zu ermöglichen. Hierbei kann es zu einer Einschränkung der ästhetischen Bewertung des periimplantären Gewebes kommen.18 Daher erfordern solche Versorgungen eine genaue Absprache mit dem Patienten und sollten vornehmlich bei Patienten mit einer langen Oberlippe Anwendung finden. In manchen Fällen ist durch die Ausformung eines Ovate Pontic eine Entwicklung der Kontur der Anhängerkrone in einer zahnanalogen Form aus dem Weichgewebe möglich.14 Nach ästhetischen und biomechanischen Aspekten sollte das Implantat in Position des Eckzahns oder des zentralen Schneidezahns eingebracht werden, um dann einen seitlichen Schneidezahn zu ersetzen. Somit wird gewährleistet, dass die Auflagefläche der Krone am Abutment oder Implantat breiter ist, als die Extension. Prinzipiell ist bei der Extensionskrone eine verschraubte Abutmentkrone ideal, da die Suprakonstruktion im Labor als ein Werkstück hergestellt werden kann und dann im Implantat mit der Halteschraube fixiert wird. Sofern die Implantatachse keine direkte Verschraubung zulässt, da der Schraubkanal nach vestibulär zeigt, kann mithilfe eines angulierten Schraubkanals der Zugang zur Halteschraube nach palatinal verlagert werden.10 Falls mit einem Abutment gearbeitet wird, sollte dies nahezu parallele Führungsflächen, eventuell auch mit einer zusätzlichen Nut, aufweisen, damit eine bestmögliche Verankerung und Kraftübertragung möglich ist. Zur Reduktion der mechanischen Belastung sollte die Planung so erfolgen, dass die Extension keine Belastung durch die Front-Eckzahn-Führung erfährt. Damit können exzentrische Kräfte und somit auch Schraubenlockerungen vermieden werden.

Traditional beliefs Vaccine technologies Vaccine technologies
Live attenuated vaccines Inactivated (killed) vaccines Antibodies to polysaccharide capsules
Purified proteins as antigens Genetic engineering Live attenuated vaccines
Live attenuated vaccines Inactivated (killed) vaccines Antibodies to polysaccharide capsules
Purified proteins as antigens Genetic engineering Live attenuated vaccines

Da die Belastungen im Seitenzahnbereich deutlich höher als im Frontzahnbereich sind, sollten im Bereich des Kauzentrums maximal eine Prämolarenbreite mit einem Anhänger und mit einem Implantat versorgt werden. Bei größeren Extensionen sind dann entsprechend zwei Implantate zu planen. Bei allen Extensionen sind besonders Laterotrusionskräfte auf dem Extensionsglied zu vermeiden, damit es nicht zu Lockerungen des Aufbaus oder der Halteschraube kommt.12 Generell sollte auch auf eine sichere und leicht einzunehmende Front-Eckzahn-Führung geachtet werden.

[fn-references]

References

  • 1.Garrido M, Dezerega A, Bordagaray MJ, Reyes M, Vernal R, Melgar-Rodriguez S, et al. C-reactive protein expression is up-regulated in apical lesions of endodontic origin in association with interleukin-6. J Endod. 2015;41(4):464-9.
  • 2.Georgiou AC, Crielaard W, Armenis I, de Vries R, van der Waal SV. Apical periodontitis is associated with elevated concentrations of inflammatory mediators in peripheral blood: A systematic review and meta-analysis. J Endod. 2019;45(11):1279-95 e3.
  • 3.Samuel RO, Gomes-Filho JE, Azuma MM, Sumida DH, de Oliveira SHP, Chiba FY, et al. Endodontic infections increase leukocyte and lymphocyte levels in the blood. Clin Oral Investig. 2018;22(3):1395-401.
  • 4.Berlin-Broner Y, Febbraio M, Levin L. Association between apical periodontitis and cardiovascular diseases: A systematic review of the literature. Int Endod J. 2017;50(9):847-59.
  • 5.Caplan DJ, Chasen JB, Krall EA, Cai J, Kang S, Garcia RI, et al. Lesions of endodontic origin and risk of coronary heart disease. J Dent Res. 2006;85(11):996-1000.
  • 6.Petersen J, Glassl EM, Nasseri P, Crismani A, Luger AK, Schoenherr E, et al. The association of chronic apical periodontitis and endodontic therapy with atherosclerosis. Clin Oral Investig. 2014;18(7):1813-23.
  • 7.Liljestrand JM, Mantyla P, Paju S, Buhlin K, Kopra KA, Persson GR, et al. Association of endodontic lesions with coronary artery disease. J Dent Res. 2016;95(12):1358-65.
  • 8.Virtanen E, Nurmi T, Soder PO, Airila-Mansson S, Soder B, Meurman JH. Apical periodontitis associates with cardiovascular diseases: A cross-sectional study from sweden. BMC Oral Health. 2017;17(1):107.
  • 9.Segura-Egea JJ, Castellanos-Cosano L, Machuca G, Lopez-Lopez J, Martin-Gonzalez J, Velasco-Ortega E, et al. Diabetes mellitus, periapical inflammation and endodontic treatment outcome. Med Oral Patol Oral Cir Bucal. 2012;17(2):e356-61.
  • 10.Segura-Egea JJ, Martin-Gonzalez J, Castellanos-Cosano L. Endodontic medicine: Connections between apical periodontitis and systemic diseases. Int Endod J. 2015;48(10):933-51.
  • 11.Segura-Egea JJ, Martin-Gonzalez J, Cabanillas-Balsera D, Fouad AF, Velasco-Ortega E, Lopez-Lopez J. Association between diabetes and the prevalence of radiolucent periapical lesions in root-filled teeth: Systematic review and meta-analysis. Clin Oral Investig. 2016;20(6):1133-41.
  • 12.Cintra LTA, Estrela C, Azuma MM, Queiroz IOA, Kawai T, Gomes-Filho JE. Endodontic medicine: Interrelationships among apical periodontitis, systemic disorders, and tissue responses of dental materials. Braz Oral Res. 2018;32(suppl 1):e68.
  • 13.Segura-Egea JJ, Cabanillas-Balsera D, Jimenez-Sanchez MC, Martin-Gonzalez J. Endodontics and diabetes: Association versus causation. Int Endod J. 2019;52(6):790-802.
  • 14.Cabanillas-Balsera D, Martin-Gonzalez J, Montero-Miralles P, Sanchez-Dominguez B, Jimenez-Sanchez MC, Segura-Egea JJ. Association between diabetes and nonretention of root filled teeth: A systematic review and meta-analysis. Int Endod J. 2019;52(3):297-306.
  • 15.Perez-Losada FL, Estrugo-Devesa A, Castellanos-Cosano L, Segura-Egea JJ, Lopez-Lopez J, Velasco-Ortega E. Apical periodontitis and diabetes mellitus type 2: A systematic review and meta-analysis. J Clin Med. 2020;9(2).
  • 16.Gupta A, Aggarwal V, Mehta N, Abraham D, Singh A. Diabetes mellitus and the healing of periapical lesions in root filled teeth: A systematic review and meta-analysis. Int Endod J. 2020.
  • 17.Smadi L. Apical periodontitis and endodontic treatment in patients with type ii diabetes mellitus: Comparative cross-sectional survey. J Contemp Dent Pract. 2017;18(5):358-62.
  • 18.Rudranaik S, Nayak M, Babshet M. Periapical healing outcome following single visit endodontic treatment in patients with type 2 diabetes mellitus. J Clin Exp Dent. 2016;8(5):e498-e504.
  • 19.Gomes CC, Guimaraes LS, Pinto LCC, Camargo G, Valente MIB, Sarquis MIM. Investigations of the prevalence and virulence of candida albicans in periodontal and endodontic lesions in diabetic and normoglycemic patients. J Appl Oral Sci. 2017;25(3):274-81.

Tribune Group GmbH is an ADA CERP Recognized Provider.
ADA CERP is a service of the American Dental Association to assist dental professionals in identifying quality providers of continuing dental education. ADA CERP does not approve or endorse individual courses or instructors, nor does it imply acceptance of credit hours by boards of dentistry. Tribune Group designates this activity for 1 continuing education credits.
This continuing education activity has been planned and implemented in accordance with the standards of the ADA Continuing Education Recognition Program (ADA CERP) through joint efforts between Tribune Group GmbH and Dental Tribune International GmbH.


Data di attivazione: 24 novembre 2020
Data di conclusione: 24 novembre 2022

Author(s)

No items found

Chiedi all'esperto

Lascia un commento